2026 | Sonderveranstaltung | Podiumsdiskussion
Jutta Obenhuber
WAS MACHT DAS BILD AM SCHEUNENTOR!?
Podiumsdiskussion: 02.09.2026 – 19 Uhr
Ein Scheunentor als Bildfläche, ein dörflicher Ort als Schauplatz zeitgenössischer Kunst – aus dieser Beobachtung entsteht das Gespräch, das der Kunstverein Bellevue-Saal im Rahmen seiner neuen Diskursreihe veranstaltet. Unter dem Titel „Was macht das Bild am Scheunentor?!“ diskutieren Expertinnen und Experten über die gesellschaftliche und ästhetische Bedeutung von Kunst an untypischen Orten.
Ausgangspunkt ist die geplante Intervention „Scheunentor“ der Wiesbadener Künstlerin Jutta Obenhuber, die 2026 im Stadtteil Kloppenheim realisiert wird. Die Arbeit greift in eine alltägliche Umgebung ein und verschiebt die Wahrnehmung von Raum, Funktion und Bildhaftigkeit. Das Podium nimmt dieses Beispiel zum Anlass, über erweiterte Formen von Malerei, über den Ort als Teil des Kunstwerks und über die Beziehung zwischen Kunst und öffentlichem Leben zu sprechen.
Dr. Peter Forster (Landesmuseum Wiesbaden) führt in kunsthistorische und theoretische Zusammenhänge ein und reflektiert, wie sich der Bildbegriff verändert, wenn Kunst sich aus dem Ausstellungsraum hinaus in den Alltag verlagert. Jutta Obenhuber erläutert ihre künstlerische Praxis und beschreibt, wie sich ihre Arbeit an vorhandene Strukturen und Bedeutungen anlagert. Moderation: Vivien Rathjen.
Das Podiumsgespräch lädt Besucherinnen und Besucher ein, zeitgenössische Kunst nicht nur als Objekt, sondern als Prozess der Wahrnehmung zu verstehen – als Möglichkeit, vertraute Umgebungen neu zu sehen und den Blick auf das Gewohnte zu verändern
Foto © J.Obenhuber